In eigener Sache…

•26. April 2013 • 1 Kommentar

Im April habe ich einen Vortrag zu meinem Dissertationsvorhaben im Rahmen der Tagung „#gld13 |Geschichte Lernen digital“ in München gehalten. Das Video zum Vortrag kann nun als Konserve hier abgerufen werden.

Daneben finden sich auch die weiteren Beiträge der ersten Sektion von Prof. Dr. Bettina Alavi (Lernen Schüler/innen Geschichte im Digitalen anders?), von Dr. Jan Hodel (Kontrolle, Kontext, Kontroverse. Zu den Widersprüchen des historischen Lernens mit digitalen Netzmedien) und von Dr. Astrid Schwabe (Suchen, flanieren oder forschen. Empirische Erkundungen zur Nutzung einer (regional-) historischen Website und die Frage nach dem historischen Lernen).

Quasi als Teaser hier noch mein Vortragsabstract.

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Geo Quest Ludwigsburg

•5. April 2013 • Schreibe einen Kommentar

Im Rahmen meines Kompaktseminars an der PH Ludwigsburg habe ich mit den Studierenden die App „GeoQuest“ getestet. Die App bietet die Möglichkeit mittels GPS-Koordinaten eine (historische) Tour zu erstellen. Dabei wird diese online über ein Portal erstellt und über eine Codenummer auf das mobile Endgerät geladen. Die App existiert sowohl für Geräte mit Android, als auch für Geräte mit dem Apple. Darin sah ich einen entscheidenden Vorteil, sollte dadurch doch ein möglichst umfassender Einsatz möglich sein.
Die Erstellung einer Tour zeigte sich, trotz des Beta-Status der Anwendung, als sehr einfach, was auch meine Studierenden überzeugte. Per „drag’n’drop“ können auf einer Karte drei verschiedene Aktionen hinterlegt werden. Neben der Möglichkeit einen Text einzubinden, sind auch Verknüpfungen mit YouTube möglich. Die letzte Aktivität besteht aus der Formulierung einfacher Fragen, die über ein Texteingabefeld beantwortet werden müssen. Mehr ist nicht drin.

Einmal in der App aktiviert, sieht der Nutzer zunächst nur die erste Station der Tour. Wenn die Koordinaten der Station erreicht sind und etwaig hinterlegte Aktionen erledigt sind, erscheint die nächste Station, etc. Man erläuft sich also Stück für Stück die Tour.
Um die App zu testen, habe ich eine kleine Tour durch Ludwigsburg gestaltet, die ich eigentlich mit dem Seminar testen wollte. Aus zeitlichen Gründen musste dieser Plan jedoch zugunsten einer kleinen Tour über den Campus der PH aufgegeben werden. Beim Test dieser kleinen Tour zeigten sich jedoch große Schwächen des Programms. Während am Abend zuvor beim Ablaufen der Tour durch Ludwigsburg alle „Geocachs“ ohne Murren seitens der App gefunden wurden und das Programm tadellos funktionierte, stürzte die App auf den Endgeräten der Studierenden ständig ab. Einige Stationen könnten nicht erledigt werden, da die GPS-Genauigkeit sehr unpräzise war. Insgesamt ein enttäuschendes Erlebnis, nicht nur für mein Seminar, das tapfer in der Kälte wartend meinen Rettungsversuchen beiwohnte.
Sicherlich muss man berücksichtigen, dass die App noch einen Beta-Status hat, jedoch hatte ich mir etwas mehr erhofft. Wünschenswert wäre definitiv die Möglichkeit Bilder zu integrieren, um zusätzliches Material anbieten zu können. So ließe sich vor Ort auf weiteres Material zurückgreifen, was sicherlich ein Gewinn wäre.

Wer gerne die Tour durch Ludwigsburg machen möchte, der nutze diesen Code: 169765

Aber Achtung: die Tour startet vor den Toren der Pädagogischen Hochschule und man sollte schon knapp 2,5 Stunden einplanen. Rückmeldungen sind erwünscht.

 

Historikertag 2012 – Geschichtswissenschaft digital in Deutschland und Frankreich: Tendenzen, Strategien, Beispiele

•26. September 2012 • Schreibe einen Kommentar

Die erste Sektion des Historikertages liegt nun hinter mir. Die für mich wichtigste Aussage wurde von Jürgen Danyel in seinem Vortrag zu „Erfahrungen mit partizipativen Formen im fachlichen Kontext“ geäußert. Eigentlich sollten all diejenigen, die sich mit digitalen Medien, Geschichtswissenschaft und History 2.0 beschäftigen, nicht in der Sektion zu diesem Thema sitzen, sondern in den anderen Sektionen versuchen diese Herangehensweise und diese Sicht auf Geschichte und Geschichtswissenschaft zu propagieren. So war die erste Sektion zwar sehr interessant – eigentlich waren sich aber auch alle einig, dass der Einsatz digitaler Medien gut und wichtig ist.
Der erste Teil der Sektion bestand aus der Vorstellung von digitalen Ressourcen. Einige Projekte kannte ich bereits; Trivium beispielsweise kannte ich noch nicht. Das Projekt kann aber mit seinem Ansatz französische Forschungsschwerpunkte in die deutsche Fachdiskussion zu integrieren, überzeugen. Mir kamen beim Zuhören die Angebote der UB-Heidelberg in den Sinn, die einen breiten Zugang zu frei verfügbaren Quellen, Zeitschriften und sonstiger Literatur ermöglichen. Sinnvoll finde ich hier Portale, die Angebote bündeln und so einfach auffindbar machen.
Der zweite Teil der Sektion widmete sich ausführlich den Chancen und Möglichkeiten von Sozialen Medien für die Fachkommunikation. Partizipation bei gleichzeitiger medienadäquater Aufbereitung der Inhalte ist hier einer der Schlüsselbegriffe. Auch das Bloggen als Wissenschaftler wurde thematisiert. Vor allem de.hypotheses.org als Plattform wurde herausgehoben. Die Chancen liegen bei dieser Plattform vor allem bei der Speicherung der Daten, die eine langfristige Verfügbarkeit der Beiträge garantiert.
Wichtig fand ich, dass die Verbindung zwischen analoger und digitaler Arbeitsweise immer wieder betont wurde. Ich denke, dass beide Arbeitsweisen voneinander profitieren können.
Interessant war auch die Twitteraktivität parallel zu den Vorträgen. Jedoch muss man neidvoll zugeben, dass die Geschichtswissenschaft hier hinter anderen Disziplinen zurückliegt. Im Vergleich zur Größe der Veranstaltung gibt es nur eine bescheidene Anzahl von Twitterern.
Jetzt freue ich mich auf die Mittagspause und später auf die noch kommenden Sektionen.

Historikertag in Mainz

•24. September 2012 • Schreibe einen Kommentar

Die geographische Nähe zu Mainz ermöglicht mir dieses Jahr einen Besuch des Historikertages. Thema der Konferenz sind „Ressourcen – Konflikte“. Dutzende von interessanten Vorträgen warten schon. Auch für diejenigen, die sich mit digitaler Geschichtswissenschaft / Geschichtsdidaktik beschäftigen, lassen sich einige Beiträge ausmachen. Am Mittwoch von 9-13 Uhr werde ich die Sektion „Geschichtswissenschaft digital in Deutschland und Frankreich: Tendenzen, Strategien, Beispiele“ besuchen. Gleich im Anschluss geht es dann zur Sektion „Medialer Geschichtsunterricht: Innovation statt Beliebigkeit – Öffentlich-rechtliche Medien und Geschichte“ von 15 – 18 Uhr.
Am Donnerstag werde ich, dank des Hinweises von Peter Haber, bei der Präsentation des Buchprojektes „Historyblogosphere.org | Bloggen in den Geschichtswissenschaften“ anwesend sein.
Nachdem ich am Freitag zunächst bei dem Vortrag meiner beiden Kollegen von der Abteilung Geschichte der PH Heidelberg sein werde, findet gegen 13 Uhr die konstituierende Sitzung der „Arbeitsgruppe Digitale Geschichtswissenschaft“ statt. Daran anschließend besuche ich die Podiumsdiskussion zum Thema „Wo bleibt der „Geschmack des Archivs„? Historische Forschung im digitalen Zeitalter“.
Sofern es mit einer W-Lan Verbindung klappt, werde ich ein wenig von den jeweiligen Veranstaltungen twittern. #histag12

Kriterien zur Beurteilung von Wikipedia Artikeln?

•21. September 2012 • 1 Kommentar

Ein Allheilmittel kann es hier leider nicht geben. Dafür zeigt sich die Wikipedia als ein zu vielfältiges Projekt. Für den Laien ist es ohne eine vertiefte Auseinandersetzung mit den im jeweiligen Artikel behandelten Inhalten fast unmöglich die Qualität einfach zu beurteilen. Dennoch stellen die vier Regeln von Peter Haber eine zwar mühevolle, jedoch auch gründliche Herangehensweise dar. Nach der Auswertung von 1066 Wikipedia-Artikeln zum Thema Geschichte habe ich da so meine Erfahrungen gemacht. Nächtelanges digitales „Erbsenzählen“ war hier eher die Regel als die Ausnahme. Vor allem die adäquate Analyse der Autorentätigkeit beteiligter Akteure gestaltete sich mehr als nur aufwändig. Daher hat auch Daniel Bernsen Recht, wenn er die Praktikabilität der Haberschen Regeln für den schulischen Alltag kritisch sieht.

Jan Hodel (Herzlichen Glückwunsch hierzu) weist in seinem Beitrag in der GWU Ausgabe zur Wikipedia zu Recht auf die Bedeutung eines fundierten Umgangs mit Geschichte als Basis für eine Beurteilung der historischen Inhalte der Wikipedia hin. Darauf aufbauend sei aber auch eine weiterführende Auseinandersetzung der Disziplin mit der Wikipedia gefordert. Hierzu zählt zunächst die Beachtung der Online-Enzyklopädie als bedeutsamer Teil der Geschichtskultur, auch seitens der geschichtswissenschaftlichen / geschichtsdidaktischen Forschung. Ein erster Schritt ist dafür sicherlich schon getan, weitere müssen jedoch noch folgen. Auch die Frage nach dem Umgang – im Sinne der Nutzung – mit der Wikipedia in Schule und Hochschule sollte noch weiter diskutiert werden. Ich begrüße daher die Initiative von Peter Haber und Daniel Bernsen zur gemeinsamen Erarbeitung von Kriterien zur Beurteilung der Wikipedia. Gerne werde ich mich daran beteiligen. Bis dahin sei auf eine kleine Sammlung von Angeboten verwiesen, die bereits ähnliches versucht haben, wenn auch nicht aus einer historischen Perspektive.

Zeitschrift für digitale Geschichtswissenschaften

•18. September 2012 • Schreibe einen Kommentar

Letzte Woche ist die erste Ausgabe der Zeitschrift für digitale Geschichtswissenschaften online gegangen. Die Bandbreite der insgesamt acht Aufsätze reicht von einem grundlegenden Artikel zum Thema „digitale Geschichtsdidaktik“ bis hin zu einem Überblicksartikel zur Wikipedia. Das ambitionierte Projekt, dass an der Universität des Saarlandes angesiedelt ist, finde ich sehr interessant, stellt das Digitale doch einen Schwerpunkt meiner Arbeit dar.

Deshalb war ich auch schon sehr auf den grundlegenden Artikel von Alexander König, Daniel Bernsen und Thomas Spahn gespannt. Die drei Autoren möchten in ihrem Aufsatz die Basis einer zu konturierenden „digitalen Geschichtsdidaktik“ legen. Den Autoren geht es darum, das Digitale als integralen Bestandteil der Geschichtsdidaktik zu definieren um so die Bedeutung des sich vollziehenden digitalen Wandels Rechnung zu tragen. Eine durchaus plausible Argumentation, erkennt diese doch die Bedeutung der sich ändernden medialen Bedingungen unter denen historisches Lernen möglich ist, an. Die Autoren versuchen in einem weit angelegten Rundblick den Kern einer „digitalen Geschichtsdidaktik“ herauszustellen. Dabei betonen sie, zu Recht wie ich finde, die Brückenposition einer solchen Teildisziplin der Geschichtsdidaktik. Es existieren eben viele Schnittstellen mit anderen Disziplinen, die äußerst gewinnbringend sein können. Gerade hier wird der Blick über den disziplinären Tellerrand nicht nur sinnvoll, sondern gar zwingend notwendig. Dennoch finde ich, dass der Bezug zur eignen Disziplin nicht vergessen werden sollte: So haben König, Bernsen und Spahn vollkommen recht, wenn sie herausstellen, dass der Umgang mit digitalen Medien „komplexe Kompetenzen“ erfordert. Über die quellenkritische Auswertung im Rahmen einer Quellenanalyse bietet die Geschichtswissenschaft hier aber auch einen Zugang, der durch eben jene Kompetenzen ergänzt werden sollte. Das Besondere im Bereich des Digitalen liegt in der unüberschaubaren Menge er zur Verfügung stehenden Daten die ausgewertet werden müssen/können/sollten.

Die Autoren benennen ebenso richtig, dass es keinen Widerspruch zwischen Individualisierung der Nutzung von Angeboten und einer Globalisierung der Erinnerungskultur geben muss. Ergänzend würde ich hier die Frage formulieren, inwiefern nationale (sprachliche) Grenzen hier noch eine Hürde darstellen, die den Kreis der an dieser Entwicklung beteiligten Akteure eventuell doch einschränkt. Klar ist jedoch, dass digitale Medien, hier meine ich nur das WWW, zu einer Schrumpfung der Distanz führen. Der Austausch über erinnerungskulturelle Grenzen hinweg wird erleichtert aber nicht eingeebnet.

Sinnvoll finde ich auch die Postulierung einer „Arbeitsdefinition“ für digitale Geschichtsdidaktik, in dessen Folge das Lernen an, mit, über und in digitalen Medien beschrieben wird. Gerade der letzte Bereich erscheint mir besonders interessant, werden doch Spezifika des digitalen Wandels berücksichtigt.

Ein sehr interessanter Beitrag, der grundlegende Prinzipien des Umgangs mit digitalen Medien in der Geschichtsdidaktik formuliert.

 

Das IPad und ich

•5. September 2012 • Schreibe einen Kommentar

Ich setze gerade zu Testzwecken ein IPad ein. Vor allem die sehr gute Performanz des Tablets hat es mir angetan. Und ich habe im App-Store einige Programme gefunden, die sich sehr gut im Bildungsbereich anwenden lassen. Eines davon ist die App „Educreations“. Eigentlich war ich auf der Suche nach Programmen, die man zusammen mit einem Whiteboard anwenden kann. Dabei habe ich dann Educreations gefunden. Das Programm bietet die Möglichkeit kleinere Videos zu drehen. Dabei hat man eine weiße „Tafel“ zur Verfügung, die man wie ein Whiteboard beschriften kann. Die Anwendung bietet zunächst eine recht überschaubare Anzahl von Werkzeugen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Bilder einzufügen und diese zu skalieren, eine Schreibmaschine für getippten Text, und eben die Möglichkeit mit dem Finger Text direkt auf die weiße Oberfläche zu schreiben. Alle Inhalte können vorbereitet werden um dann im Anschluss über eine Videoaufnahmefunktion mit einem eingesprochenen Text kombiniert zu werden. So lassen sich kleine, recht einfache Videos erstellen, die für einfache Anleitungen sehr geeignet scheinen. Eigentlich also eine Anwendung zum Erstellen von Inhalten für eLearning-Zusammenhänge. Ich denke, diese App kann aber auch ganz gut an einem Whiteboard eingesetzt werden. Sobald ich wieder an unserem Whiteboard in Heidelberg arbeiten kann, werde ich mich gleich mal an einen ersten Versuch machen.

 

 

Apropos Whiteboard und IPad: Über Twitter kommt gerade diese Nachricht rein: Die Smartboard-App fürs IPad für 5,49€. Auch die werde ich in den nächsten Tagen mal testen.

P.S. Einige interessante Apps zeigt dieses Video.