Historikertag 2012 – Geschichtswissenschaft digital in Deutschland und Frankreich: Tendenzen, Strategien, Beispiele

Die erste Sektion des Historikertages liegt nun hinter mir. Die für mich wichtigste Aussage wurde von Jürgen Danyel in seinem Vortrag zu „Erfahrungen mit partizipativen Formen im fachlichen Kontext“ geäußert. Eigentlich sollten all diejenigen, die sich mit digitalen Medien, Geschichtswissenschaft und History 2.0 beschäftigen, nicht in der Sektion zu diesem Thema sitzen, sondern in den anderen Sektionen versuchen diese Herangehensweise und diese Sicht auf Geschichte und Geschichtswissenschaft zu propagieren. So war die erste Sektion zwar sehr interessant – eigentlich waren sich aber auch alle einig, dass der Einsatz digitaler Medien gut und wichtig ist.
Der erste Teil der Sektion bestand aus der Vorstellung von digitalen Ressourcen. Einige Projekte kannte ich bereits; Trivium beispielsweise kannte ich noch nicht. Das Projekt kann aber mit seinem Ansatz französische Forschungsschwerpunkte in die deutsche Fachdiskussion zu integrieren, überzeugen. Mir kamen beim Zuhören die Angebote der UB-Heidelberg in den Sinn, die einen breiten Zugang zu frei verfügbaren Quellen, Zeitschriften und sonstiger Literatur ermöglichen. Sinnvoll finde ich hier Portale, die Angebote bündeln und so einfach auffindbar machen.
Der zweite Teil der Sektion widmete sich ausführlich den Chancen und Möglichkeiten von Sozialen Medien für die Fachkommunikation. Partizipation bei gleichzeitiger medienadäquater Aufbereitung der Inhalte ist hier einer der Schlüsselbegriffe. Auch das Bloggen als Wissenschaftler wurde thematisiert. Vor allem de.hypotheses.org als Plattform wurde herausgehoben. Die Chancen liegen bei dieser Plattform vor allem bei der Speicherung der Daten, die eine langfristige Verfügbarkeit der Beiträge garantiert.
Wichtig fand ich, dass die Verbindung zwischen analoger und digitaler Arbeitsweise immer wieder betont wurde. Ich denke, dass beide Arbeitsweisen voneinander profitieren können.
Interessant war auch die Twitteraktivität parallel zu den Vorträgen. Jedoch muss man neidvoll zugeben, dass die Geschichtswissenschaft hier hinter anderen Disziplinen zurückliegt. Im Vergleich zur Größe der Veranstaltung gibt es nur eine bescheidene Anzahl von Twitterern.
Jetzt freue ich mich auf die Mittagspause und später auf die noch kommenden Sektionen.

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~ von Manuel Altenkirch - 26. September 2012.

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