Prezi, der Power-Point Schreck!

Mein Kollege Holger Meeh und ich waren im März in Berlin auf der MoodleMoot 2010 und präsentierten dort unseren Kurs zum Thema Globalisierung, nebst einem Konzept für einen vereinfachten (niederschwelligen) Zugang zum eLearning.

Um mal etwas anderes als PowerPoint zu nutzen, entschlossen wir uns das viel gepriesene „neue“ Online-Präsentatioonstool „Prezi“ zu nutzen.

Ein unglaublich großer Vorteil von Prezi ist, dass es online zu nutzen ist.[1] Damit hat man eine der Gefahren umschifft, wenn man eigentlich mit Office 2007 arbeitet, auf dem Präsentations-PC aber die 2003er Version installiert ist. Man benötigt im Prinzip nur einen Zugang zum Internet und schon kann man alles präsentieren. Zusätzlich bietet Prezi die Option, die erstellte Präsentation herunterzuladen. Dann hat man eine kleine *.exe Datei, die man auch ohne Internetzugang nutzen kann.

Soweit, so gut!

Um mit Prezi arbeiten zu können benötigt man zunächst – wie bei so vielen anderen Online-Tools auch – ein Account, der jedoch kostenfrei zu haben ist. Will man dann loslegen, findet man sich auch schon relativ schnell zurecht. Mit dem, wie ich finde, sehr innovativen Zebra-Steuerungsrad ist eine schnelle und intuitive Bedienung möglich.

Prezi folgt nicht dem Prinzip einzelner Folien wie bei Power-Point – vielmehr hat man hier eine (un)endlich große Arbeitsfläche auf der man nach Lust und Laune seine Präsentation aufbauen kann. Eine rein lineare Struktur ist möglich, eine non-lineare Präsentationsform, die mehr Flexibilität ermöglicht, bietet sich jedoch auch an. Toll finde ich die Zoom-Funktion, die schön anzusehen ist und tolle Aha-Effekte beim Publikum erzeugt. Jedoch ist das auch schon ein Hauptbestandteil meiner Kritik! Ich glaube, dass, sobald sich Prezi ein wenig mehr etabliert hat, dieser Effekt aber eher langweilen, wenn nicht sogar nerven kann. Eine zu starke Nutzung der Zoomfunktion kann schnell zur Unübersichtlichkeit führen und mehr verwirren als nützen.

Vielleicht kann man Prezi aber nutzen, um „Power-Point-Filme“ zu ersetzen. Es gibt hier zwar einige sehr schöne Tools, diese sind aber entweder kostenpflichtig wie z.B. im Falle von Power-Point, oder sie sind nicht wirklich praktikabel wie im Falle von OpenOffice. Mit Prezi kann man einfach die erstellte Präsentation in eine Homepage, einen Blog oder eine kleine Übung einbetten. Die Nutzer können sich dann durch die Präsentation klicken und ihr eigenes Tempo bestimmen. Noch ist die Einbindung von gesprochenen Texten in Prezi etwas umständlich (man muss zunächst ein Video produzieren und dass dann in der Präsentation hinter einem anderen Objekt einbinden), jedoch möglich.

Für das nächste Modul der Reihe „Blended Learning Geschichte“ zum Thema „Quellen“ habe ich Prezi als Präsentationstool genutzt. Ich bin schon auf die Evaluation gespannt.

Screenshot meiner Prezi-Präsentation zum Thema "Archiv"

Ach ja, und kollaborativ kann man auch mit Prezi arbeiten – was natürlich den Web 2.0 Enthusiasten freut.

http://prezi.com/


[1] Es gibt zwar eine Desktop-Variante, diese ist jedoch kostenpflichtig und wurde deshalb von uns nicht benutzt.

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~ von Manuel Altenkirch - 27. April 2010.

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